Was ist Dogdancing?

Dieser Sport ist um 1990 gleichzeitig in Kanada/USA und in Europa entstanden. Ob man es nun Dogdancing, Heelwork to Music oder Freestyle Obedience nennt, die Grundidee ist immer die Gleiche. „Passend“ zur Musik bewegt sich das Team Mensch-Hund und zeigt mehr oder weniger aufwendige Übungen und Tricks. Dabei steht immer der Hund im Mittelpunkt. Diese junge Hundesportart zeigt die Harmonie zwischen Hund und Hundeführer. Es verlangt sehr viel Aufmerksamkeit und Flexibilität von beiden. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt, alles, was Spaß macht, ist erlaubt. So können auch Ballspiele oder andere Apportier-Elemente mit eingebaut werden.
Dogdancing gilt als besonders gesundheitsschonende Sportart, weshalb sie als einzige eine Seniorenklasse anbietet und für alle Hunderassen geeignet ist. Auch Hunde mit leichtem HD können diese Sportart ausführen, da die Übungen entsprechend der Gesundheit des Hundes und des Hundeführers angepasst werden.

Übungsmethoden

Die Grundlage für ein erfolgreiches Training ist, nicht unter Stress zu üben, da die Übungen durch positive Erlebnisse gefestigt werden. Wenn man mal einen schlechten Tag hat oder sich nicht wohl fühlt, sollte man lieber nicht üben. Dabei könnte man das Gegenteil erreichen und der Hund könnte das Interesse verlieren.
Der Grundstein für Dogdancing ist eine gute Fussarbeit. Um die Übungen zu unterstützen ist das Clickertraining hierzu sehr geeignet. Ich selber arbeite auch mit dem Clicker. Als Belohnung können Goodies oder das Lieblingsspielzeug des Hundes eingesetzt werden.
Am Anfang ist man dem Hund mit der Hand behilflich und führt ihn. Das Ziel ist aber, dass der Hund auf Kommandos hört, da es nicht besonders gut aussieht, wenn man bei einer Vorführung mit den Händen herumfuchtelt.
Eine andere Methode zu üben ist, den Hund selber arbeiten zu lassen. Zum Beispiel mit einem Hütchen. Das Hütchen wird in die Mitte des Zimmers gestellt und man wartet ab was der Hund damit macht. Nach einer Weile geht der Hund zum Hütchen und in diesem Moment wird schon belohnt (z. B. Click & Goodies). Manche Hunde begreifen es ziemlich schnell was man von ihnen möchte einige brauchen etwas länger. Wenn der Hund das beherrscht, kann man weitergehen. Nun möchten wir, dass der Hund nicht nur zum Hütchen geht sondern es auch berührt (mit Nase oder Pfote). Der Hund wird am Anfang fast verzweifeln, aber schnell wird er herausfinden, dass wir mehr von ihm möchten. Sobald der Hund das Hütchen berührt wird wieder belohnt (z. B. Click & Goodies). So kann man zum Beispiel langsam das Herumlaufen um ein Objekt aufbauen. Wenn man mit dieser Übungsmethode das gewünschte Ziel erreicht hat, beginnt man diese mit Kommandos zu verbinden. Zum Beispiel: der Hund läuft um ein Hindernis. Da gibt man für diese Übung das Kommando „Rundum“.
Die Kommandos sollten möglichst einfach sein, damit sie sich der Hund und natürlich auch das Frauchen/Herrchen merken können. Die Kommandos sind frei wählbar, Man kann aber natürlich auch die Namen der einzelnen Figuren wählen.

Damit sich der Hund an die Musik gewöhnt und wir auch lernen, uns zum Takt der Musik zu bewegen, ist es empfehlenswert immer mit Musik zu trainieren. Für den Aufbau ist es egal ob man Radio hört oder die Lieblings-CD laufen lässt.

Literatur-Empfehlungen:

Dog Dancing   Obedience   Dogdance

Dog Dancing
von Nicole Weber
ISBN 3-440-09735-8

 
Obedience
von Brigitte Lau
ISBN 3-88627-807-7
 
Dogdance
von  Ina Burow, Denise Nardeli
ISBN 3-861-27773-5
         
Clicker Training für Hunde  
  ... darf ich bitten?
Clicker Training für Hunde
von Martin Pietralla
ISBN 3-440-09744-7
     
... darf ich bitten?
von Vivianae Theby und Michaela Hares
ISBN 3933228409